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Schären

Aus der Spinnerei kommende Garne müssen für den Webprozess auf den Kettbaum des Webstuhls gewickelt werden. Diesem Prozess dient die Schärmaschine. Der Begriff leitet sich von den Fadenscharen ab, die auf der Schärtrommel parallel aufgewickelt werden. Die Garnspulen werden auf so genannte Schärgatter aufgesteckt. Beim Schären wickelt man die vom Schärgatter kommenden Kettfäden, geordnet durch ein Geleseriet, auf die Schärtrommel auf. Aufgrund der großen Anzahl von benötigten Kettfäden bzw. der begrenzten Anzahl von Garnspulen auf dem Schärgatter können nicht alle benötigten Kettfäden gleichzeitig aufgewickelt werden. Sind die vom Schärgatter kommenden Fäden auf der Schärtrommel aufgewickelt, so ergibt sich zunächst nur ein schmales Band. Der Vorgang wird danach solange wiederholt und Band neben Band aufgewickelt, bis die gewünschte Kettfadenzahl erreicht ist. Anschließend werden die Kettfäden von der Schärtrommel auf den Kettbaum umgebäumt.

Schärmaschine DSB Schlafhorst

Fa. Schlafhorst, Mönchengladbach
1972


Gute Webketten sind die Voraussetzung für die Qualität und Güte der fertigen Webware. Die Schärmaschine steuert und überwacht den gesamten Schärprozess, führt das Schärband und misst die Bandlängen.

Die Schärgatter dieser Maschine können mit 640 Garnspulen bestückt werden, d.h. 640 Kettfäden können gleichzeitig aufgespult werden. Das Schärblatt bestimmt die Fadendichte und damit die Kettbreite. Es müssen mehrere Bänder nebeneinander auf die Schärtrommel gewickelt  werden, bis die gewünschte Fadenzahl erreicht ist.

Nach dem Schären werden die aufgespulten Kettfäden aufgebäumt, d.h. sie werden auf eine große Metallrolle, den Kettbaum des Webstuhls gewickelt.  
 
 
Eine Initiative der Stadt Mönchengladbach